Im Zentrum meiner künstlerischen Praxis steht die Auseinandersetzung mit inneren Zuständen und den psychologischen Kausalitäten menschlicher Wahrnehmung. Mich interessieren jene Prozesse emotionaler Verdichtung, die sich dem Rationalen entziehen und sich stattdessen im Bild, in Atmosphäre und Resonanz sublimieren.
Die Figur fungiert dabei nicht als statisches Abbild, sondern als Träger psychischer Spannung. Fragmentierung, Asymmetrie und bewusste formale Irritation machen Wahrnehmung als offenen, beweglichen Prozess erfahrbar — zwischen Verletzlichkeit und Kontrolle, Präsenz und Auflösung.
Ich arbeite mit Acryl, Kohle, Ölpastell und Aquarell und verbinde analoge Materialien mit digitaler Weiterbearbeitung. Das Wechselspiel zwischen Materialität, Überlagerung und Transformation bildet einen zentralen Bestandteil meiner visuellen Sprache.
Meine Arbeiten verstehen sich nicht als eindeutige Aussagen, sondern als offene Wahrnehmungsräume, in denen sich Bedeutung erst im individuellen Erleben der Betrachter:innen entfaltet.
